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Vor ein paar Tagen wurde ich auf die Blog-Love-Parade von Stefanie Marquetant aufmerksam und hatte sofort Lust daran teilzunehmen.
Dort dreht sich alles um das Thema Selbstliebe und dieser Artikel ist mein Beitrag zu dieser Blog-Parade und, wie ich finde, eine schöne Ergänzung zu meinem voherigen Blogartikel.

In meinem letzten Blogartikel, habe ich über das Selbstwertgefühl geschrieben.
Nun möchte ich noch etwas tiefer gehen und widme mich also dem Thema Selbstliebe.
Beides ist eng miteinander verbunden und doch ist es nicht so ganz dasselbe.

Während es beim SelbstWERTgefühl um den Wert geht, dem wir uns selbst beimessen,
steht die Selbstliebe für die Beziehung, die wir zu uns selbst haben.
Und doch geht das Eine ohne das Andere nicht.
Haben wir kein gesundes Selbstwertgefühl, so können wir auch kaum Selbstliebe entwickeln.

Aber wie genau kommt man denn nun in die Selbstliebe?

Viele kennen sicherlich die gute alte Spiegelübung.
Man stellt sich einfach vor den Spiegel und sagt seinem Spiegelbild,
täglich das man sich so liebt, wie man ist.
Nun ja, ich hab das jetzt mal etwas vereinfacht dargestellt
und diese Übung mag auch so ihre Berechtigung haben,
aber mir persönlich sind solche Übungen zu Oberflächlich.
Meiner Erfahrung nach, führt der Weg zur Selbstliebe immer nach INNEN.
Und nur von dort aus, können wir etwas verändern.

Als ich zum ersten Mal in meinem Leben mit meinem eigenen Mangel
an Selbstliebe konfrontiert war, machte ich den Fehler im Außen zu suchen.
Damals hatte sich mein Mann nach 17 Jahren von mir getrennt und ich fiel in ein tiefes schwarzes Loch
und suchte verzweifelt nach Halt im Außen.
Erfolgslos, denn ich fiel dadurch immer tiefer, weil ich abhängig wurde von der Liebe und Zuwendung anderer Menschen.

Es dauerte viele Jahre, bis ich begriff, dass ich mir selbst diese Liebe und Zuwendung geben muss, die ich so sehr suchte.
In meiner schlimmsten Lebenskrise wandte ich mich also nach Innen und begegnete mir selbst.
Irgendwo tief vergraben in mir, gab es einen liebevollen Anteil,
der nur befreit werden musste.
Und Schritt für Schritt baute ich eine liebevolle Beziehung zu mir auf.

So wie sich auch die Liebe zu einem anderen Menschen erst allmählich aufbaut und wachsen muss,
ist es auch mit der Beziehung zu uns selbst.
Sie muss gepflegt werden und darf dann wachsen.
Auch Selbstliebe funktioniert nicht von Heute auf Morgen.

Die folgenden vier Schritte haben mir dabei geholfen, zu mehr Selbstliebe zu finden:

1.) Achte darauf wie du mit dir sprichst

Was für einen Tonfall hast du dir gegenüber?
Sehr oft neigen wir dazu uns zu kritisieren oder auch mal für blöd zu erklären.
Bin ich doof, was habe ich denn da wieder gemacht? Ist mal wieder typisch“ etc.
Würdest du so mit einem Freund sprechen, dann wärst du ihn wohl ziemlich bald los.
Was glaubst du, was es bei dem Anderen auslösen würde?
Er wäre wohl sehr verletzt und vielleicht auch wütend auf dich.

Und nicht sehr viel anders reagiert dein Unterbewusstsein.
Es hört dir immer zu! Und wenn du viel Negatives zu dir sagst und dich kritisierst,
so wirkt sich das auch unmittelbar auf dein Selbstbild und somit deiner Selbstliebe aus.

Also behandle dich selbst genau so, wie du einen guten Freund behandeln würdest.
Sei dir selber dieser gute Freund!

2.) Höre auf deine eigenen Bedürfnisse

Was möchtest du vom Leben?
Was ist dir wirklich wichtig?

Wolltest du schon immer mal Klavier spielen lernen, einen Yogakurs besuchen
oder eine Fremdsprache lernen?
Dann tu’ es. Gönne dir das, was gerne gelebt werden will.

Oder spielst du schon lange mit dem Gedanken dich beruflich zu verändern
oder einfach aus dem gewöhnlichen Hamsterrad auszusteigen,
aber du hast Angst, was dein Umfeld dann von dir denken könnte?

Was auch immer es ist, im Großen wie im Kleinen,
es ist wichtig auf deine eigenen Bedürfnisse zu hören.
Lebe dein Leben nicht für Andere, sondern für dich.
Das heißt jetzt nicht, dass du ab sofort zum totalen Egoisten mutieren sollst,
sondern das du dir selber treu bleibst und dein Leben von Innen nach Außen lebst.

3.) Lerne Nein zu sagen, wenn du Nein meinst

Ein weiterer wichtiger Punkt ist Nein zu sagen, wenn du Nein sagen willst.
Auch hier geht es um das Achten auf die eigenen Bedürfnisse.
Viel zu oft handeln wir entgegen unserer inneren Impulse, nur um Andere nicht zu verletzen
oder weil wir Angst vor Ablehnung haben.

Da wird der Geburtstag von Tante Erna lieber ausgehalten und ertragen,
die Freundin ausgerechnet dann getroffen, wo eigentlich ein Wellness Tag für sich allein auf dem Programm stand, der Anruf bei den Eltern getätigt, obwohl man doch eigentlich keine Lust hat usw.
Innerlich macht sich dann Druck breit, weil man doch lieber Nein gesagt hätte.

Und ganz unterschwellig ist man zudem noch sauer auf sich selbst, weil man sich nicht in der Lage gefühlt hat, für sich einzustehen.

Doch in den meisten Fällen passieren gar nicht die Dinge, die wir befürchten, wenn wir Nein sagen.
Wir verlieren dadurch nicht die Zuneigung, Anerkennung oder Freundschaft von anderen Menschen, auch wenn wir das oft glauben.

Wenn wir die Freundin heute nicht treffen wollen, dann müssen wir ihr das sagen,
das ist ehrlicher uns selbst und auch anderen gegenüber.

Und es stärkt deine Selbstachtung.

4.) Erlaube dir glücklich zu sein

Das mag im ersten Moment seltsam klingen, wo wir doch alle danach streben glücklich zu sein.
Aber gerade dann, wenn es an Selbstliebe mangelt, fällt es schwer,
das Glück auch anzunehmen und zuzulassen.

Von Außen kann noch so viel Liebe kommen und noch so viel Erfolg da sein,
wenn du es dir nicht wert bist, wirst du es nicht annehmen können
oder dem Ganzen nicht so recht über dem Weg trauen.

Erlaube dir glücklich zu SEIN!
Treffe ganz bewusst die Entscheidung dafür und sei es dir wert.
Du verdienst es glücklich zu sein.

Ich erlaube mir glücklich zu sein

Wie fühlt sich dieser Satz für dich an?
Fühlt er sich leicht an oder spürst du vielleicht sogar einen inneren Widerstand?
Wir neigen dazu, uns so zu behandeln, wie wir als Kind behandelt wurden und wie wir es gelernt haben.
Später werden wir dann durch unsere Glaubenssätze und dem inneren Saboteur gelenkt, ohne es so recht zu bemerken.
Es ist so sehr Teil von uns geworden, dass wir es nicht mehr hinterfragen.

Dir aber selbst die Erlaubnis zu geben glücklich zu sein,
ist wie ein inneres Versprechen an dich,
eine ganz bewusste Entscheidung aus dem Erwachsenen Ich und deshalb auch sehr kraftvoll.

 

Fazit

Wenn du dir selbst ein guter Freund sein kannst, liebevoll mit dir sprichst und umgehst
und auf deine inneren Bedürfnisse hörst, wirst du Schritt für Schritt
eine liebevolle Beziehung zu dir aufbauen und deine Selbstliebe stärken.

Eine gute Beziehung braucht Zeit und Pflege, um zu wachsen.
Das gilt auch für die Beziehung zu dir!

Ich wünsche dir ganz viel (Selbst)liebe auf deinem Weg ♥

Deine Tina Mohaupt

Hier geht es zum Artikel über das Selbstwertgefühl Wenn dein Selbswertgefühl am Boden liegt..

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