Verlassen zu werden ist eine der schlimmsten Erfahrungen, die wir in unserem Leben machen können. Der Trennungsschmerz, den wir erleben, kann so stark sein, dass wir kaum atmen können.

Wir verlieren nicht nur den Partner an unserer Seite, sondern auch ein ganzes Stück unseres bisherigen Lebens. Das gemeinsame Zuhause und die gewohnten Rituale, müssen verabschiedet werden. Dieser Verlust macht große Angst, denn wir wissen nicht was auf uns zukommt.

Es braucht viel Zeit, um den Trennungsschmerz zu verarbeiten. Je mehr der Partner unser Lebensmittelpunkt war und je weniger wir bei uns selbst waren, umso härter wird uns der Verlust treffen. Eine Trennung bringt uns auch immer mit unseren tiefsten Verletzungen und Wunden in Verbindung, die weit in unsere Vergangenheit reichen.

Doch was ist, wenn die Angst vor dem Trennungsschmerz, uns daran hindert loszulassen und weiterzugehen? Wenn wir nur noch verzweifelt festhalten, weil wir uns dem Trennungsschmerz nicht stellen wollen?

Dann verlängern wir nicht nur unseren Liebeskummer um ein ein vielfaches, sondern verhindern auch gleichzeitig, wieder zurück ins eigene Leben zu finden.

Die Angst vor dem Trennungsschmerz und was dahinter steckt

Es tut so verdammt weh, ich kann kaum atmen. Ich muss ihn unbedingt wiedersehen, sonst ertrage ich es nicht“

Die Hauptursache für diese Angst, ist der Mangel an Selbstliebe und ein schwaches Selbstwertgefühl. Das fehlende Vertrauen in die eigene Fähigkeit, das Leben auch allein meistern zu können, gibt uns das Gefühl ohnmächtig und der Situation ausgeliefert zu sein.

Wir glauben, den Ex-Partner zu brauchen, um glücklich zu sein und reagieren mit Verzweiflung und Panik,wenn der andere nicht mehr verfügbar ist und sich zurückzieht.

Dadurch begeben wir uns in eine emotionale Abhängigkeit, die zu einem Suchtverhalten führt. Wir sind „süchtig“ nach der Zuwendung des Ex-Partners und die Symptome sind vergleichbar mit einem kalten Entzug.

Es soll nicht mehr weh tun

Der Versuch den Trennungsschmerz um jeden Preis zu vermeiden, führt in der Regel dazu, dass wir immer wieder den Kontakt zum Ex-Partner suchen, selbst wenn wir uns dabei immer neue Verletzungen zuziehen.

Auch wenn es sich manchmal wie eine Erleichterung anfühlen mag, diesem Drang nachzugeben, auf lange Sicht ist es nicht nur schädlich für uns, sondern verlängert die schmerzhafte Phase sehr deutlich, manchmal um viele Jahre.

Und am Ende erleben wir doch genau das, was wir eigentlich vermeiden wollten, nämlich das es so verdammt weh tut.

Wie du aus dieser Spirale herausfinden kannst

1. Den Schmerz zulassen

Je mehr du die Angst vor dem Trennungsschmerz verlierst und dich ihr stellst, umso schneller wird es dir besser gehen. Der Schmerz ist nicht dein Feind, sondern eine ganz normale Reaktion auf deinen Verlust.

Du hast dir diese Situation höchstwahrscheinlich nicht ausgesucht und du brauchst jetzt deine Zeit, um dich an diese Situation anzupassen. Das tut erst mal weh und du kannst diesem Schmerz nicht ausweichen. Ob du ihn verdrängst oder nicht, er ist einfach da und wird dich für eine Weile begleiten.

Aber du hast in der Hand, wie lange es weh tut.

Lasse deinen Schmerz zu, nimm dir genug Zeit zum trauern und gebe den inneren Widerstand auf. Dann kann sich der Schmerz mehr und mehr von dir lösen.

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2. Die innere Einstellung verändern

Was denkst du eigentlich über deine Trennung?

Wenn du glaubst, dass du nie wieder glücklich wirst oder das du unbedingt diesen einen Menschen dazu brauchst und niemanden sonst, stehst du dir selbst im Weg. Deine innere Einstellung entscheidet nämlich darüber, wie du dich fühlst und auch wie schmerzhaft du die Trennung erlebst.

Öffne dich mehr und mehr dem Gedanken, dass deine Trennung nicht das Ende deines Lebens ist, sondern eine neue Chance. Anstatt zu denken, dass du nie wieder glücklich wirst, fange an zu denken, dass der Schmerz nicht von Dauer ist und du die Kraft hast, diese Zeit durchzustehen.

Mit dieser inneren Einstellung verlierst du das Gefühl der Hoffnungslosigkeit und schaffst Raum für einen Neuanfang in deinem Leben.

3. Stärke dein Selbstwertgefühl

Niemand von Außen kann dir deinen Wert geben und genauso kann dir aber auch niemand deinen Wert nehmen. Auch nicht dein Ex-Partner.

Du selbst bist es, der deinen Wert bestimmt. Deine Gedanken über dich und wie du dich selbst bewertest, bestimmen wie sehr du an dich glaubst oder eben nicht.

Das Beste was du jetzt für dich tun kannst, ist nach INNEN zu gehen und dich mit dir selbst auseinanderzusetzen. Lerne dich kennen und vor allem, dich zu akzeptieren, mit all deinen Facetten.

Je stärker dein Selbstwertgefühl ist, umso mehr wirst du dich vor weiteren Verletzungen schützen, weil du dir selbst wichtig bist.

Du bist gut so wie du bist!! Daran hat auch deine Trennung nichts verändert, auch wenn es sich manchmal so anfühlen mag.

Fazit:

Die Angst davor sich dem Trennungsschmerz zu stellen, führt nicht selten dazu, an der Vergangenheit festzuhalten. Doch diese Schmerzvermeidung funktioniert nicht und verlängert sogar den Liebeskummer, weil es immer wieder neue Verletzungen und Enttäuschungen nach sich zieht.

Um aus dieser Spirale herauszufinden ist es wichtig, das Selbstwertgefühl zu stärken und zu lernen, sich selbst und seinen Fähigkeiten, das Leben auch allein meistern zu können, zu vertrauen.

Wer den Trennungsschmerz als etwas vorübergehendes betrachten kann, der wird weniger Angst haben und sehr viel schneller wieder nach vorne schauen können.

Alles Liebe auf deinem Weg ♥

Tina

Wie ist es bei dir? Hast du auch noch zu große Angst vor dem Trennungsschmerz und hältst nur deshalb fest? Teile es doch in den Kommentaren mit uns.

 

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