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Verlassen zu werden ist eine der schmerzlichsten Erfahrungen, die wir im Leben machen können.
Der Schmerz und die Trauer nach einer Trennung kann uns genauso überwältigen,
wie die Trauer nach dem Tod eines geliebten Menschen.

In der ersten Phase stehen wir dann regelrecht unter Schock und wollen die Trennung
einfach nicht wahrhaben.
Vor allem aber wollen wir diesen unerträglichen Schmerz nicht spüren
und versuchen alles, diesem zu entkommen.

Doch so sehr wir uns dagegen wehren, der Schmerz lässt sich nicht verdrängen.
Er ist da, wenn wir morgens aufwachen und er begleitet uns bis in den Schlaf.

Innerer Widerstand verstärkt den Schmerz

Der Versuch den Schmerz zu verdrängen,verstärkt ihn und verlängert so den Heilungsprozess.
Gefühle die nicht gefühlt werden, können sich nicht verändern und auch nicht verarbeitet werden.
Sie holen uns immer wieder ein.

Doch sich von dem Schmerz vollständig beherrschen zu lassen und ihm die gesamte Kontrolle über dein Leben zu geben, wäre genauso wenig hilfreich, wie ihn zu verdrängen.
Vielmehr geht es darum, dem ganz natürlichen Fluss zu folgen.

Trennungsschmerz kommt in Intervallen

Auch wenn wir das Gefühl haben, dass der Schmerz keine Pause macht,
ist er in der Regel nie gleichbleibend.
Trennungsschmerz kommt in Intervallen und wechselt sich ab mit Gefühlen der Wut und der Gleichgültigkeit und manchmal geht es uns sogar wieder gut.

Es gilt die starken Phasen für sich zu nutzen, um Kraft zu schöpfen
und den Schmerz dann zuzulassen, wenn er sich meldet.
Denn er lässt sich ohnehin nicht einfach abstellen, auch wenn wir das gerne hätten.

1.) Lege bewusste Trauerzeiten ein

Wenn dich wieder eine Schmerzwelle einholt, dann gib ihr nach.
Fühle dich hinein in das Gefühl und erlaube dem Schmerz da zu sein.

  • Wo genau im Körper spürst du ihn?
  • Wie fühlt er sich an?

Nimm die Beobachterrolle ein ohne zu bewerten.
Lass die Tränen fließen, wenn sie kommen. Einfach nur fühlen und wahrnehmen.

Du wirst spüren, dass der Schmerz sich dadurch verändert und allmählich abklingt.
Du kannst wieder freier atmen und hast die Schmerzwelle überstanden.

Lege dir bewusste Zeiten ein, in denen du nicht stark sein musst und dich deinen Gefühlen vollständig hingeben kannst.
Aber folge dabei dem natürlichen Fluss, denn es wäre ja Unsinn zu trauern,
wenn du gerade eine Phase hast, in der es dir gut geht.

2.) Schreiben befreit

Besorge dir ein schönes Tagebuch und schreibe dir alles von der Seele, was dich bewegt.
Beim Schreiben kannst du deine Gedanken ordnen und deinen Gefühlen freien Lauf lassen
und es hat eine sehr befreiende Wirkung.

Du kannst auch deinem Ex-Partner einen Brief schreiben,
in dem du alles rauslässt was du ihm noch sagen willst.
Aber schicke diesen Brief NIEMALS ab.
Er dient nur dir und soll dir helfen, deine Gefühle zum Ausdruck zu bringen.

3.) Reden befreit

Auch wenn wir unsere Familie und Freunde dabei oft überstrapazieren,
ist reden eine sehr wichtige Grundlage, um den Schmerz zu verarbeiten.
Es ist wichtig sich allen Kummer von der Seele zu reden
und auch den Halt von Freunden und Familie zu spüren.

Wer nicht redet “erstickt “an seinem Kummer.

Da der Freundeskreis dabei aber sehr schnell an seine Grenzen stößt,
solltest du dir Gleichgesinnte suchen.
Wichtig ist es, dass du dich nicht verkriechst und isolierst.

Suche dir Menschen, die dich unterstützen und dich begleiten.
Vielleicht gibt es eine Trennungsgruppe in deiner Nähe
oder du magst selber eine gründen und dich mit Frauen in ähnlicher Situation austauschen.
Es ist absolut wichtig sich alles von der Seele zu reden und am besten mit Frauen,
die dich verstehen.

Eine Möglichkeit bietet dir meine neue Facebook-Gruppe.
Hier kannst du ihr beitreten: Zur Facebook-Gruppe>>

Fazit:

Erst wenn wir den Schmerz zulassen kann er sich verändern und verarbeitet werden.
Wir verkürzen dadurch unseren Heilungsprozess, denn trauern befreit.

Wer seine vergangene Liebe genug betrauert hat, schafft wieder Raum für Neues und findet Mut und Kraft wieder bei sich anzukommen.

Dann ist eine Trennung auch eine Chance.
Eine Chance das Leben neu anzugehen, die Richtung zu korrigieren.

Alles Liebe für dich,
Tina ♥

 

Wie ist es bei dir?
Hast du schon deine Strategie gefunden, mit dem Schmerz umzugehen?
Was hilft dir, wenn dich der Schmerz erwischt?
Schreib es uns in den Kommentaren.