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Hast du ein Vorbild? Jemanden den du bewunderst und der dich motiviert?
Oder kommt dir dabei spontan die Frage in den Sinn,
wozu wir überhaupt ein Vorbild brauchen?

Der Personalcoach Jörg Unkrig hat mich zu seiner Blogparade zum Thema Vorbild eingeladen.
Ich sagte sofort zu, denn ich musste an mein eigenes Vorbild denken und daran,
wie viel Kraft ich darin fand.

Ein Vorbild zeigt uns, wo wir gerne sein möchten

Es geht nicht darum, ein Vorbild zum Helden zu machen
oder es auf ein Podest zu stellen, um es anzuhimmeln.
Das würde eher dazu führen, dass wir uns möglicherweise klein und weniger wert fühlen.

Viel mehr geht es darum, uns genauer anzuschauen,
welche Eigenschaften und Fähigkeiten es sind, die wir an dem anderen so sehr bewundern.
Denn dann kommen wir mit unseren eigenen Wünschen und Zielen in Berührung.

Dann erfahren wir etwas über uns selbst.
Und das Vorbild kann uns motivieren und nach vorne bringen.

Wie ich zu meinem Vorbild kam

Eines Abends, im März 2011, saß ich mal wieder in Tränen aufgelöst allein zu Hause.
Ich wusste, dass es so einfach nicht mehr weitergehen konnte.
Noch immer hatte ich meinen Platz im Leben nicht gefunden
und steckte fest, in einer Beziehung, die mir nicht gut tat.

An jenem Abend, suchte ich nach einem Film, mit dem ich mich ablenken wollte,
irgendwas das mich aufheitern sollte.
Und da fand ich ihn…den Film der wirklich alles veränderte.

Eat Pray Love

Eine Verfilmung zum gleichnamigen Buch von Elizabeth Gilbert.
Wäre es „nur“ eine fiktive Hollywood Geschichte gewesen,
so hätte es mich niemals so tief berühren können.
In diesem Falle aber, war es eine wahre Geschichte.
Etwas greifbares, real erlebtes und somit etwas MÖGLICHES.

Elizabeth Gilbert durchlitt eine schwere Scheidung,befreite sich aus einer Beziehung,
in der sie unglücklich war und ließ alles hinter sich, um sich selbst zu finden.

Es war als wäre es meine eigene Geschichte

Nach dem Film besorgte ich mir sofort das Buch, dass mich von nun an immer begleitete.
Es ist sehr viel detaillierter und bewegender als der Film.
Ich tauchte in ihre Geschichte ein
und entdeckte so viele Parallelen zu meiner eigenen Geschichte.
Es war ihre Art zu trauern und ihre Verzweiflung, in der ich mich selbst wiedererkannte.
Aber vor allem war es, ihre Sehnsucht und der tiefe Wunsch danach, sich selbst zu finden.

Ihre Geschichte gab mir Kraft und Hoffnung, diesen Weg endlich zu gehen

Liz Gilbert wurde ein Vorbild für mich, denn sie war eine, die es geschafft hatte.
Sie war dort, wo ich hinwollte.

Wenn ich heute zurückblicke, bin ich selbst erstaunt, wie sehr mich Eat Pray Love bewegt hat.
Und vor allem, wie sehr es mich veränderte.
Ich begann mir damals die richtigen Fragen zu stellen
und mich mit mir selbst auseinanderzusetzen.

Nur wenige Monate später, fand ich die Kraft, mein Leben vollständig zu verändern.
Ich krempelte alles um, suchte mir eine neue Wohnung,
in der ich ganz von vorne anfangen konnte
und befreite mich schließlich auch aus der emotionalen Abhängigkeit.

Und plötzlich passierte das Unglaubliche

Ich hatte alles für mich geordnet
und ich genoss zum ersten Mal in meinem Leben das Alleinsein.
Ich wusste, dass mir von hier aus nichts mehr passieren konnte,
denn jetzt war ich stark genug, um mein Leben auch allein weiterzuleben.

Die Geschichte einer anderen Frau, die es geschafft hatte,
gab mir letztlich den Mut, an ein gutes Ende zu glauben
und das Gefühl, dass ich selbst etwas verändern konnte.

Ich wollte endlich mein eigenes „Eat Pray Love“ Happy End.
Und ich fand es :-)

Mein Vorbild als Inspirationsquelle

Bis heute bin ich fasziniert und tief beeindruckt von Liz Gilbert.
Im Dezember 2013 bin ich ihr, im Rahmen ihrer Buchvorstellung in Berlin,
auch einmal persönlich begegnet und konnte sogar ein paar Worte mit ihr wechseln.
Das war ein wirklich besonderer Moment für mich.

Letztlich fand ich so viel Kraft und Mut durch ihr Buch,
dass es mich sogar dazu inspirierte, meine eigene Geschichte aufzuschreiben.
Im März 2015 schrieb ich schließlich mein erstes eBook: Mein Weg zu mir

Es beschreibt meinen Weg durch die Trennung bis zum Neubeginn.
Mein Wunsch ist es, anderen Frauen damit Mut zu machen, die gerade ähnliches erleben.
Ihnen zu zeigen, dass es niemals aussichtslos ist,
auch wenn es sich noch so sehr danach anfühlen mag.

Egal wie tief der Schmerz auch sein mag, es gibt einen Weg da raus!
Und es lohnt sich diesen Weg zu gehen,
denn am Ende wird man gestärkt daraus hervorgehen.

Fazit

Ein Vorbild kann uns weiterbringen, uns motivieren und anstoßen,
denn es bringt uns mit dem in Berührung, was wir uns für uns selbst wünschen.
Die Fähigkeiten und Eigenschaften, die wir am anderen bewundern,
sind oft genau die, die wir in uns selbst freilegen möchten.

So kann ein Vorbild auch ein Wegweiser für uns sein.

Wie ist es bei dir? Hast du auch so ein Vorbild?
Und wie hat es dich in deinem Leben beeinflusst oder weitergebracht?
Du kannst gern in den Kommentaren deine Erfahrung mit uns teilen.

Alles Liebe,
deine Tina